Castagnaccio
Gordon Joly / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Castagnaccio: Kastanienmehlkuchen aus der ToskanaVeganVegan

Castagnaccio ist ein einfacher Kuchen, der aus Kastanienmehl, Pinienkernen, Rosinen und Rosmarin besteht. Das Rezept für Castagnaccio ist vegan und enthält keinen Zucker, da Kastanien von Natur aus süß schmecken.

Castagnaccio – auch unter den Namen Baldino, Ghirighio oder Pattona bekannt – ist ein einfacher veganer Kastanienmehlkuchen. Das Rezept für den Castagnaccio stammt aus der Toskana. Der Kuchen ist aber auch in Ligurien, im Piemont, in der Emilia-Romagna und Venetien in Italien und auf der französischen Insel Korsika sehr beliebt.

In den ländlichen Gegenden Italiens waren Edelkastanien lange Zeit ein Grundnahrungsmittel. Heute gilt Castagnaccio als eine Spezialität im Herbst.

Castagnaccio: Rezept und Zubereitung

Der Castagnaccio bekommt durch das Backen feine Risse.
Der Castagnaccio bekommt durch das Backen feine Risse. - Winedharma / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Bevor du den Teig für den Castagnaccio zubereitest, solltest du die Backform mit Olivenöl einfetten. Verwende am besten eine Springform oder eine Quicheform mit 24 bis 26 Zentimetern Durchmesser, um den Castagnaccio zu backen. Auch eine mittelgroße eckige Backform eignet sich dafür. Der Teig sollte eine Höhe von zwei Zentimetern nicht überschreiten.

Zutaten

fürPortion(en)
300 g
Kastanienmehl
1 Prise(n)
Salz
450 ml
Wasser
6 EL
Olivenöl
30 g
Pinienkerne
50 g
Rosinen
1 Stück
frischer Rosmarin-Zweig
1 EL
Olivenöl zum Beträufeln

Zubereitung

Zubereitung
ca. 5 Minuten
Koch- / Backzeit
ca. 30 Minuten
  • 1

    Siebe das Kastanienmehl in eine große Rührschüssel.

  • 2

    Füge das Salz, das Wasser und das Olivenöl hinzu und verrühre die Zutaten mit einem Schneebesen zu einem eher flüssigen Teig.

  • 3

    Hebe rund drei Viertel der Pinienkerne und der Rosinen unter den Teig und fülle ihn sofort in die vorbereitete Backform.

  • 4

    Verteile die restlichen Pinienkerne, die Rosinen und die abgezupften Rosmarinnadeln auf dem Kuchenteig.

  • 5

    Backe den Castagnaccio für rund 30 Minuten bei 200 Grad Celsius Ober- und Unterhitze. Der Castagnaccio ist fertig, wenn seine Oberfläche reißt.

Traditionell solltest du den Castagnaccio möglichst lauwarm verzehren. Du kannst den Kastanienkuchen abgedeckt für drei bis vier Tage aufbewahren. Backe ihn vor dem nächsten Verzehr noch einmal ganz kurz auf. Am zweiten Tag ist der Kuchenteig gut durchgezogen und erhält durch das neuerliche Aufbacken eine leicht krokante Kruste.

Je nach Geschmack kannst du die Menge der Pinienkerne und der Rosinen verändern. Auch Walnusskerne eignen sich für den schmackhaften Kastanienkuchen aus der Toskana.

Kastanienmehl für Castagnaccio: Das solltest du wissen

Castagnaccio besteht aus Mehl von Edelkastanien.
Castagnaccio besteht aus Mehl von Edelkastanien. - CC0 / Pixabay / Panals

Die Edelkastanie trägt stachelige Früchte, die glänzende, dunkelbraune Nüsse enthalten. Die Kastanien sind auch unter dem Namen Esskastanien, Maronen oder Maroni bekannt. Vom Mittelalter bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die Edelkastanie in den Bergregionen Südeuropas das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung. Die Kultur der Kastanienbäume ist sehr anspruchslos. Nicht nur in Südeuropa, sondern auch in Deutschland ist die Edelkastanie in milderen Klimagebieten heimisch. Die in Europa weit verbreitet gepflanzten Rosskastanien sind trotz vieler Ähnlichkeiten weder mit der Edelkastanie verwandt, noch zum Verzehr geeignet.

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Verwende für das Castagnaccio-Rezept Lebensmittel in Bio-Qualität: Sie sind frei von chemisch-synthetischen Pestiziden und du unterstützt so die Bio-Landwirtschaft. Außerdem solltest du deine Zutaten möglichst aus regionalem Anbau kaufen. Sie haben kürzere Transportwege und sind deshalb besser für das Klima. Achte beim Einkauf von Kastanienmehl daher auf die Herkunft. Bio-Kastanienmehl aus Deutschland kannst du beispielsweise im Reformhaus oder Feinkostladen erwerben.

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Rezept zuletzt aktualisiert am 01.10.2020
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Themen dieses Rezepts
Autor
Maria Hohenthal
Maria Hohenthal schreibt freiberuflich Artikel auf Utopia.de.
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